Weg mit Metallen, Elektrokleingeräten und Kunststoffen

Kurt P. Schäfer (v.l.), Herbert Unger, Wolfgang Patzak und Alfred Schlosser, demonstrieren, was der LKW einmal im Monat mitnimmt.

Abfallwirtschaftsbetrieb Wetterau (AWB) macht Modellversuch in Florstadt

Florstadt. Seit 2005 erweitert der AWB seine Wertstoff-Annahmen auf den „Recyclinghöfen“ kontinuierlich. Wertstoffe kostenlos oder gegen eine geringe Gebühr dem Recycling-Kreislauf zuzuführen,  zeichnen die Höfe aus. Heute sind quer über die Wetterau insgesamt 10 Recyclinghöfe verteilt. Der AWB wird jetzt in Florstadt, einer Kommune die keinen Recyclinghof hat, ein Modellvorhaben starten. Ziel ist es, Hartkunststoffe wie z.B. leere Kanister, Eimer und Fässer, große Spielsachen (z.B. Bobbycar), Gartenmöbel, Haushaltswannen, Schüsseln, Wäschekörbe, Kunststoffpaletten, Obstkisten, Komposter, Gießkannen usw., dann auch mit Elektro-Kleingeräten und Metallen nicht mehr vermischt mit dem Sperrmüll einzusammeln. Die Bürger können diese ausrangierten Produkte  1x monatlich an festgelegten Plätzen abgeben. 

Kostenlose Wertstofferfassung   

Jeden ersten Samstag im Monat wird in Zusammenarbeit mit der Behindertenhilfe Wetterau an zwei Standorten in Florstadt ein LKW stehen, der kostenlos diese Wertstoffe entgegennimmt. „Mit dem Modellversuch möchten wir unseren Service weiter ausbauen. In Florstadt wollen wir die Möglichkeit untersuchen, recyclingfähige Wertstoffe schnell und kostenlos abzugeben, ohne die Wege auf einen Recyclinghof auf sich nehmen zu müssen“, sagte Kurt P. Schäfer, Geschäftsführer der Abfallwirtschaft Wetterau. 

Neben Elektrokleingeräten, wie Rasierer, Bohrmaschinen oder Festplatten, die die maximale Größe von 25 x 25 cm nicht überschreiten dürfen, können auch Metalle und großstückige Kunststoffe abgegeben werden. Ob Blech- und Stahlstücke, Töpfe, Rohre, Pfannen aus Metall oder Gegenstände mit Teflonbeschichtung, es wird alles mitgenommen, was der Stauraum hergibt. Wichtig bei den Kunststoffen ist zu beachten, dass nur PP- (Polypropylen) und PE- (Polyethylen) Kunststoffe entsorgt werden können. Ein Blick auf die Unterseite der jeweiligen Gebrauchsgegenstände schafft Klarheit, um welche Sorte es sich handelt. Bei Fragen helfen die geschulten Mitarbeiter vor Ort aber selbstverständlich gerne weiter. Abfalldezernent Wolfgang Patzak betonte dabei, „dass die Kunststoffe nicht zur Energiegewinnung genutzt, sondern sie werden aufbereitet und bleiben im Stoffkreislauf“. Eben getreu dem Motto „aus alt mach neu“.  

Der LKW wird jeden ersten Samstag im Monat von 8 bis 10 Uhr auf dem Parkplatz hinter dem Bürgerhaus in Florstadt stehen und anschließend  von 11 bis 13 Uhr auf dem Festplatz vor dem Bürgerhaus in Nieder-Mockstadt. Florstadts Bürgermeister Herbert Unger freut sich über das neue Serviceangebot der AWB: „Bis jetzt war die Entsorgung von Metallen, Elektrokleingeräten und Kunststoffen für die Bürgerinnen und Bürger Florstadts immer mit einem gewissen Aufwand verbunden. Es ist erfreulich, dass der AWB mit dem Modellversuch neue Wege beschreitet und kostenlos Wertstoffe vor Ort entgegennimmt“.

Der erste Sammeltag ist Samstag, 5. Oktober 2013.

Das Modellvorhaben ist zunächst befristet bis Ende September 2014.

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