Neuer Recyclinghof entsteht

Auf dem Gelände der einstigen Wetterauer Getränkeindustrie haben die Arbeiten für einen neuen Recyclinghof begonnen, der die alte Friedberger Wertstoffsammelstelle ersetzen soll. Eine alte Halle des Getränkebetriebs wurde abgerissen, um Platz für den neuen Recyclinghof zu schaffen. „Unser Ziel ist es, den neuen Hof im Frühjahr 2020 zu eröffnen. Er wird deutlich komfortabler sein als der alte, denn wir haben erheblich mehr Fläche zur Verfügung“, sagt Dr. Jürgen Roth, Chef der Wetterauer Abfallwirtschaft.

Platz für den neuen Friedberger Recyclinghof. Gebäude der ehemaligen Wetterauer Getränkeindustrie werden abgerissen.

Der bisherige Recyclinghof „Auf der Warth“ ist überlastet. Bis zu 500 Kunden kommen täglich. Für diesen Andrang reicht das knapp 2000 Quadratmeter große Areal nicht aus. Weil eine Erweiterung an diesem Standort nicht möglich war, wurde ein neuer gesucht – und ganz in der Nähe gefunden: knapp 5.000 Quadratmeter auf dem ehemaligen Getränkebetrieb-Areal sollen dazu genutzt werden. Die neue Fläche hat den Vorteil, dass sie bereits für  Schwerlastverkehr befestigt ist. Gebaut werden müssen nun noch eine neue Zufahrt und die Annahmestelle mit Verwiegemöglichkeit.

„Auf dem neuen Hof werden unsere Kunden viel mehr Platz zum Rangieren haben. Außerdem ist die Verkehrsanbindung an die Bundesstraße 455 mit Ampelanlage erheblich sicherer als die Situation am bisherigen Standort“, sagt Dr. Roth.

Mit der Erweiterung des Friedberger Hofes kann das erfolgreiche Wetterauer Recyclingmodell  ausgebaut werden. Die beengte Situation am derzeitigen Standort für einen Einzugsbereich von rund 65.000 Einwohnern hat häufig zu Ärger wegen der langen Wartezeiten geführt.

Die Wetterauer Wertstoffsammlung ist ein Erfolgsmodell, was gerade auch der Andrang am Friedberger Recyclinghof belegt. Seit 2005 wurde im Wetteraukreis ein flächendeckendes Netz aus zehn Recyclinghöfen aufgebaut, zu denen die Bürger ihre Wertstoffe bringen können, vom Schrank bis zum Teppich. Die eingesammelten Mengen stiegen ständig und stark. Schon nach wenigen Jahren war das Doppelte der prognostizierten Menge erreicht. Inzwischen sind es rund 25.000 Tonnen Abfall im Jahr, die zu den zehn Recyclinghöfen gebracht werden und die sortenrein einer Verwertung zugeführt werden können. Zum Vergleich: Auch über die  graue Restmülltonne werden  rund 25.000 Abfälle pro Jahr eingesammelt.

 

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