Müllfahrzeuge werben für Biotonne

Eierschalen, Bananen, Teebeutel, Kartoffel- und Gurkenschalen zieren großformatig sechs Müllfahrzeuge der Firma Remondis. Der Abfallfallwirtschaftsbetrieb des Wetteraukreises wirbt damit unter dem Motto „Bioabfall – trenn‘s mit uns“ für die Biotonne – die jeder Wetterauer Haushalt haben sollte, aber noch nicht jeder hat.

Dr. Jürgen Roth, Chef der Wetterauer Abfallwirtschaft (rechts), mit Kreisbeigeordneten Matthias Walther (2. von rechts) vor einem der mit neuer Werbung versehenen Müllfahrzeuge, mit Fahrer Frank Affeldt und Lader Daniel Altvater.

Remondis sammelt in 17 Wetterauer Kommunen Restmüll und Bioabfall ein. Der Vertrag mit Remondis erlaubt der Wetterauer Abfallwirtschaft, auf den Seitenflächen der Sammelfahrzeuge zu werben. „Ich finde die Idee gut. Wir nutzen diese Werbemöglichkeit bereits seit 2012“, sagt der Wetterauer Abfalldezernent Matthias Walther. 

Nun wurde die Werbung neu gestaltet. „Wir haben diesmal den Schwerpunkt auf die Küchenabfälle gelegt, da diese in die Biotonne gehören“. Dazu erläutert Dr. Jürgen Roth, Chef der Wetterauer Abfallwirtschaft, dass leider noch zu viele organische Abfälle in die Hausmülltonne, statt in die braune Biotonne gelangen und gerade aus diesen in der Vergärungsanlage in Ilbenstadt hochwertiges Gas und damit Energie gewonnen werden kann. Eigenkompostierung sei lobenswert, weil die Gartenabfälle so dem Stoffkreislauf im Garten zugeführt werden, betont Dr. Roth. Eine Befreiung von der Biotonne  führe aber leider dazu, dass Speisereste aus der Küche in die Restmülltonne geworfen werden, da von diesen Abfällen bei der Eigenkompostierung häufig intensive Gerüche ausgehen und auch Ratten angezogen werden können. Vor allem im Winter fehlt Strukturmaterial wie Äste und Gras, um Speisereste überhaupt im Garten verarbeiten zu können. Die Biotonne sei damit eine notwendige Ergänzung zur Eigenkompostierung. „In unserem hochmodernen Kompostwerk in Niddatal-Ilbenstadt können wir auch gekochte Fleischreste und hartnäckige Unkräuter zu hochwertigem Kompost und Strom verarbeiten“, sagt Dr. Roth und fährt fort: „Wir streben an, dass alle Wetterauer Haushalte mit der Biotonne versorgt werden.“ 

Dazu soll die Werbung an den sechs Müllfahrzeugen der Firma Remondis beitragen. Gestaltet wurde die Grafik  von einer Werbeagentur aus Wetzlar und einem Werbetechniker aus Wölfersheim. Die Unternehmen haben hier gute Arbeit geleistet, meint Birgit Simon, die für die Öffentlichkeitsarbeit der Wetterauer Abfallwirtschaft zuständig ist. „Und der Werbetechniker hat Geschick bewiesen und in filigraner Arbeit auch die Klappen der Fahrzeuge mit einbezogen“, sagt Simon.

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