Der einfache Weg Batterien und Akkus zu entsorgen

Ohne sie wäre unser Leben um einiges komplizierter. Alltägliche Geräte wie Smartphones, Laptops, Fernbedienungen, Rasierer oder Taschenlampen würden ohne sie nämlich einfach nicht funktionieren. Die Rede ist von Batterien. Angefangen bei der herkömmlichen Batterie bis hin zu Hochenergiebatterien, wie zum Beispiel Lithium- oder auch Nickelbatterien. Doch umso bequemer der Alltag durch den Einsatz von Batterien auch sein mag, die Entsorgung ist immer mit einem gewissen Aufwand verbunden. Bis jetzt! Ab dem 15. Februar 2014 startet der Abfallwirtschaftsbetrieb des Wetteraukreises (AWB) auf allen Recyclinghöfen und bei der Elektrogeräte- Entsorgungs-Werkstatt (EEW) in Glauburg-Stockheim das Pilotprojekt "Qualifizierte Annahmestelle für Altbatterien", das die Entsorgung der Energiespender deutlich erleichtert.   

"Mit dem Schritt Altbatterien auf allen Recyclinghöfen entgegenzunehmen, gehen wir den Weg einer umfassenden Entsorgung konstant weiter. Für unsere Kundinnen und Kunden wird so die Entsorgung ihrer Abfälle zum Anfang des Jahres erneut vereinfacht. Sie sparen sich zusätzliche Wege und somit Kosten, um Batterien fachgerecht entsorgen zu können", sagte Kurt P. Schäfer, Geschäftsführer der Abfallwirtschaft Wetterau, über das Pilotprojekt.  

Farbige Boxen erleichtern die Entsorgung

Bei der Abgabe der Batterien gilt es ein paar kleine Punkte zu beachten. So werden Batterien aus privaten Haushalten und gewerblicher Herkunft in haushaltsüblichen Mengen angenommen. Auf den Recyclinghöfen stehen ab dem 15. Februar 2014 verschiedenfarbige Boxen bereit. In die grünen Boxen wandern alle herkömmlichen Batterien oder Akkus sowie sogenannte Knopfzellen die durch den Schlitz der grünen Box passen. Das sind Batterien bzw. Akkus die in kleineren Geräten verwendet werden, wie zum Beispiel Taschenlampen, Wecker, Funktastaturen, Smartphone oder Armbanduhren.

In die gelben Boxen kommen alle Batterien und Akkus die für den Schlitz der grünen Box zu groß sind. Das sind Hochenergiebatterien, die in wieder aufladbaren Geräten zum Einsatz kommen. Beispiele für solche Gerätschaften sind Elektrofahrräder, Laptops,  Tablets oder Akkuschrauber.  

Auch beschädigte Hochenergiebatterien können abgegeben werden. Zuerkennen sind die Beschädigungen, wenn das Gehäuse wellig oder aufgeplatzt oder die Batterie ausgelaufen ist. Wichtig ist, dass diese in einem durchsichtigen Plastikbeutel transportiert und den Mitarbeitern auf den Recyclinghöfen übergeben werden. Pro Kundin oder Kunde kann aber nur eine beschädigte Batterie bzw. Akku angenommen werden. 

Handel nimmt weiterhin Altbatterien an

Manche Batteriearten werden jedoch nicht angenommen. Autobatterien oder Batterien die in Motorrollern, Elektrofahrzeugen, Solaranlagen oder auch Weidezäunen Verwendung finden, sind solche Arten. Diese müssen weiterhin direkt beim Handel oder bei der mobilen Problemabfallsammlung entsorgt werden. Herkömmliche Batterien und Hochenergiebatterien aus gewerblicher Herkunft in größeren Mengen müssen zu der Elektrogeräte-Entsorgungs-Werkstatt in Glauburg-Stockheim gebracht werden.  

Anders verhält es sich aber bei beschädigten Hochenergiebatterien aus dem gewerblichen Bereich. Der Transport solcher Batterien ist verboten. Sie dürfen nur von zugelassenen Spezialunternehmen transportiert werden. Deshalb müssen diese Hochenergiebatterien über ein Rücknahmesystem zur Abholung angemeldet werden. Unter www.grs-batterien.de und GRS-Infotelefon 01806 80 5 30 kann die "GRS - Gemeinsame Rücknahme System-Sammelstelle" kontaktiert werden.  

Sollten Unklarheiten über die Entsorgung von Altbatterien bestehen, helfen die bestens geschulten Mitarbeiter der Recyclinghöfe selbstverständlich gerne vor Ort aus.  Auch das Mitarbeiter-Team beim AWB hilft bei Fragen weiter unter 0 60 31 / 90 66 11.

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