Abfallkreislauf fasziniert Inder

Die Deligation aus Indien unter Leitung von Pastor Vijay Kumar (r.) während der Besichtigung des Humus- und Erdenwerkes

Der vorbildliche Umgang des Wetteraukreises mit dem Abfall seiner Bürger interessiert Menschen aus aller Welt. Diesmal besichtigte eine Gruppe aus Indien das Humus- und Erdenwerk der Wetterauer Abfallwirtschaft beim Niddataler Ortsteil Ilbenstadt. In der Anlage können bis zu 36500 Tonnen Bioabfall im Jahr verwertet werden.

Die Gäste aus Indien waren über Kontakte des Evangelischen Dekanats aus Anlass des 500.  Reformationsjubiläums in diesem Jahr in die Wetterau gekommen. Das Dekanat unterhält seit vielen Jahren eine Partnerschaft zur Nordindischen Kirche (CNI). Dazu gehören gegenseitige Besuche von Delegationen. Die jüngst aus Nordindien in den Wetteraukreis gereiste Abordnung wollte sich gemeinsam mit Wolfgang Dittrich (Referent für Gesellschaftliche Verantwortung) und Dr. Peter Noss (Pfarrer für Ökumene) anschauen, wie hier mit dem Bioabfall umgegangen wird: Die Frage von Nachhaltigkeit ist auch in Indien ein wichtiges Thema. 

In der Kompostanlage bei Ilbenstadt wird aus den Speise- und Grünabfällen zunächst in einer Biogasanlage Strom gewonnen, mit dem 1500 Haushalte versorgt werden können. Anschließend werden die Bioabfälle kompostiert. Der so gewonnene Kompost landet in der  Landwirtschaft, in Gärten und in Blumentöpfen. „Die Delegation war an diesem Kreislauf des Bioabfalls sehr interessiert und war beeindruckt, wie gut er funktioniert“, sagt Birgit Simon, die für die Öffentlichkeitsarbeit der Abfallwirtschaft Wetterau verantwortlich ist. „Die Gäste aus Indien bewunderten vor allem, wie verantwortungsvoll wir mit unseren Ressourcen umgehen, zum Beispiel dass in den Rottetunneln Regenwasser für die Bewässerung des Abfalls verwendet wird“, berichtet Simon.

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