Wetterauer Abfallwirtschaft - Der Nachhaltigkeit verpflichtet

Voraussetzung Getrenntsammlung

„Vermeiden, Verwerten, Beseitigen“ ist das Prinzip der Wetterauer Abfallwirtschaft. Ein differenziertes Erfassungsund Getrenntsammlungssystem ist die Basis. Abfallarten wie Bioabfall, Altpapier und Altglas werden in großen Mengen bei hoher Qualität getrennt erfasst. Die Getrenntsammlung wird von den Bürgern akzeptiert und unterstützt. Dadurch können dem Abfall weitgehend die Wertstoffe entzogen und wiederverwertet werden. Ein verursachergerechtes Abrechnungssystem unterstützt das getrennte Sammeln des Abfalls: Wer viel Restmüll hat, muss viel bezahlen, wer viel erwertet bezahlt viel weniger. Durch alle diese Faktoren konnte die Restabfallmenge auf einem niedrigen Niveau stabilisiert werden.

Der Rest vom Rest wird Brennstoff

Trotz der hohen Getrenntsammlungsquote wandern noch viele Materialien in die Restmülltone, die sinnvoll verwertet werden können. Die mechanische Abfallbehandlung hat sich aufgrund der ländlichen Struktur des Wetteraukreises und des geringen Anteils an organischen Abfällen im Hausmüll als beste Methode herausgestellt. Dabei werden die Materialfraktionen getrennt und mechanisch zerkleinert, um vermarktbare Sekundärrohstoffe und -brennstoffe zu gewinnen. Durch die wachsende Verbreitung der Biotonne ist im Restmüll immer weniger organischer Abfall. Die Verwertung dr organischen Abfälle erfolgt im Humus- und Erdenwerk Ilbenstadt.

Klimaschutz und Ressourcenschonung

Weltweit werden Energie und Rohstoffe knapper, gleichzeitig nimmt ihr Verbrauch zu. Die Wetterauer Abfallwirtschaft sorgt dafür, dass Wertstoffe aus dem Müll zurück in den Stoffkreislauf gelangen. Sekundärrohstoffe wie Eisen dienen als Ausgangsstoffe für neue Produkte. Dadurch werden die natürlichen Ressourcen geschont. Andere Stoffe aus dem Restmüll – Kunststoffe und Holz zum Beispiel – können als Ersatzbrennstoffe verwendet werden. Sie können in Kraftwerken und Industriefeuerungsanlagen den Energiebedarf abdecken. Auf diese Weise werden endliche natürliche Ressourcen wie Öl, Gas und Kohle ersetzt und der Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) reduziert. Seit Juni 2005 dürfen unbehandelte Abfälle nicht mehr auf Deponien abgelagert werden. Das hat positive Effekte für das Klima: Die bei Zersetzungsprozessen freiwerdenden Deponiegase – hauptsächlich das klimaschädliche Methan – können nun nicht mehr entstehen.

Einhaltung von strengen Umweltauflagen

Neben dem Klimaschutz ist der Schutz von Boden, Luft und Wasser unabdingbare Voraussetzung für moderne Entsorgungsanlagen. Der Gesetzgeber hat strenge Anforderungen für Emissionen in Luft und Wasser für mechanische Abfallbehandlungsanlagen festgelegt. Im Entsorgungszentrum in Echzell werden alle gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte eingehalten.